Donnerstag, 23. Februar 2017

Hausaufgabe - Körperliebe

Namaste ihr Lieben,

wie soeben erwähnt und bereits gestern angekündigt - ich hab ein neues Werkzeug bekommen.

Es geht ums Thema Körperliebe. Das mag jetzt komisch klingen und glaubt mir, mir fällt es nicht leicht die folgenden Zeilen niederzutippen und zu veröffentlichen. Aber ich will das für mich festhalten und vor allem ganz ehrlich und wahrheitsgemäß (satya) mit euch teilen.

Ich bin gedanklich noch nicht in meinem "neuen" Körper angekommen.


Habe Sorge, dass er nicht so bleibt. Wie es bei Diäten früher der Fall war. Dazu kommt, dass da ab und an gedankliche Schüben des "Ich will mir wieder eine Schutzmauer anessen" hochkommen. Bisher konnte ich größtenteils dagegen ankämpfen. Aber manchmal klappt das nicht.

Nun habe ich zwei Hausaufgaben bekommen. Die eine behalte ich für mich. Teile ich vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt mit euch aber will erst erfahren wie ich damit klar komme.

Die andere veröffentliche ich hiermit.

Ich habe versucht auf die Frage:

"Wie reagiere ich auf Angst vor Enge, Gefühlen, zu nahen Kontakten?" 


eine Lösung zu finden.
Die da wäre: Schutzmauer bauen. Was da heißt: ESSEN ESSEN ESSEN...

Dann habe ich mich drangesetzt und mich erst einmal mit "Der alten Claudi / Früher" beschäftigt. Hier kamen folgende Stichpunkte aus mir (bzw. dem Stift) rausgeschossen:
  • Wunsch nach Wärme, Geborgenheit, Umarmung 
  • Ablenkung
  • Wegschauen von negativen Dingen
  • Verdrängen
  • Vorübergehend nicht damit beschäftigen müssen
  • Lösung als Kind: Essen! Bei Kummer, Schmerz, Trauer. Als Belohnung, Kanal, Ausweg, Flucht.
  • Rettungsring
  • Kummerspeck
  • Frustessen
  • Grau/ Schwarz/ Dunkel
  • Tal/ Enge/ Unterdrückung
  • Sorgen/ Ängste/ Weinen
  • Abhängig von anderen sein
  • "Alles ist egal"

Ganz schön traurig, oder? :-(

Anschließend habe ich mich "Der neuen Claudi / Jetzt" gewidmet. Und siehe da:
  • Essen ist kein Ersatz für mein Seelenheil.
  • Disziplin ist ein purer Ausdruck von Selbstliebe.
  • Alte Muster auflösen - jetzt!
  • Essen als Genuss und Wertschätzung.
  • Ich kann auf mich aufpassen und brauche keinen Schutz.
  • Ich bin dankbar für meinen Körper.
  • Ich bin meine Nummer 1.
  • Wohlfühlen.
  • Kraft/ Sonne/ Stärke fühlen
  • Farben/ Licht/ Hell
  • Berg/ Meer/ Weite
  • Freude und Liebe und Lachen und Lust und Spaß
  • Vertrauen in mich selbst
  • Schön
  • Geborgenheit
  • Eigenverantwortung
  • Achtsamkeit
  • Ich darf so bleiben wie ich bin!
  • Jetzt ist die richtige Zeit!

→ → → → → → Ist das nicht wunderwunderwundertoll ??? ← ← ← ← ← ←


Ich bin dermaßen verzückt.

Den positiven Teil (also die neue Claudi / Jetzt) habe ich dann gleich noch einmal in meinen Timer handschriftlich vermerkt. Und jetzt ja auch hier. Nun trage ich das immer bei mir und kann bei erneutem Verlangen nach einer Mauer erst einmal nachschlagen wie schön es ist, diese nicht mehr zu haben.

Vor allem der Vergleich mit Enge und Weite - den wir gut aus dem Yogasutra in Form von duḥkha und sukha kennen.

Auch sehr mutig finde ich übrigens Maddie von dariadaria.com. Ihr YouTube Video zum Thema "How and why I love my body" hat gestern freilich sehr sehr gut gepasst 💚





Bis ich soweit bin ein VIDEO in UNTERWÄSCHE zu veröffentlichen vergeht noch einige Zeit ;-)

Aber ich hoffe, dass euch auch ein Blogeintrag wie dieser hier weiter hilft. Mir hat das jedenfalls sehr gut getan. Insofern: Danke fürs Durchlesen und dafür, dass du hier bist.


Sonnengrüße und nicht vergessen: Immer schön dankbar für eure Körper sein 💚

Claudi

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