Montag, 6. Februar 2017

Abendritual/ Yoga mental

Namaste ihr Lieben,

ich hab ein Morgenritual und auch ein Abendritual.

Zweiteres sieht so aus:
  • Heimkommen
  • Auspacken
  • Alles für den nächsten Tag herrichten
  • Evtl. duschen (zuvor einölen)
  • Yogieren
  • Suppe essen
  • Notebook / Lesen / Mediathek / DVD
  • Mit Finn raus
  • Ab ins Bett (lesen)!

Am letzten Montag war mir schon auf dem Heimweg klar: Das wird heut nix mit Yoga. Und obwohl mein Ritual für den einen oder die andere von euch total anstrengend, komisch, streng, arg oder krass klingen mag: Mir fehlt es mittlerweile TOTAL, wenn einer der Punkte wegbricht oder die Reihenfolge nicht klappt.

Die Zeit auf meiner Yogamatte geht mir total ab und es ist unvorstellbar in den Feierabend zu starten, ohne wenigstens 10 Minuten in meinem Yogaraum verbracht zu haben. 


Anders natürlich wenn ich abends verabredet bin. Zu spät üben ist ja auch nix. Ich denke bei meinen Beschreibungen hier also an einen Abend zu Hause.

Ja, ich bin ein Gewohnheitstier. Das sind wir aber alle. Neue Dinge in unserem Leben (sei es Meditation, vegane Ernährung, tägliches Yoga üben, ...) brauchen drei Wochen bis sie sich "normal" anfühlen. Dann ist der Kopf umprogrammiert und eine Änderung (beispielsweise wieder davon weg zu kommen) fühlt sich seltsam an. ist so. Kann ich aufgrund diverser Tests an mir selbst bezeugen ;-)

Lange Rede, kurzer Sinn - zurück zum Montagabend.

Ich war irgendwie komisch. Voll die Gelüste, Bauchgrummeln, heiße Stirn, keinen Bock auf nix, am liebsten heim, Licht aus, unter die Decke! So ähnlich lief der Abend dann auch ab - nur dass ich zwischendurch nochmal ein bisserl viel Erdnussmus verdrückt hab, mit Finn draußen war und dann mit Buch in die Badewanne bin. Um erst anschließend das Licht aus und unter die Decke Programm durchzuziehen. Frisch in Lavendel geölt.

Was ich dann gemacht habe ist Yoga mental zu üben.


Hä?!?!? Klingt komisch, ist aber gut. Verdammt gut. Du liegst dabei auf dem Rücken oder sitzt. Je nachdem was dir in diesem Moment leichter fällt und stabil möglich ist. Anschließend gehst du deine Praxis mental durch - also still und nur im Geist. Am besten gelingt mir das, wenn ich so atme als würde ich tatsächlich auch mit dem Körper üben. Das dauert dann somit in etwa genauso lang wie auf der Matte, findet aber "nur" im Geist statt und ist somit körperschonend. Gerade für uns Frauen an manchen Tagen ein Segen!!!

Wie ich darauf gekommen bin? Unsere Ausbilderin fordert uns immer wieder auf "Wenn es euch nicht gut geht - ihr braucht nicht mitmachen. Ihr könnt auch gern jederzeit āsana auslassen. Übt in dem Fall dann "einfach" mental mit!".

Ich war anfangs soooo skeptisch - wie ihr vielleicht grad auch. Aber probiert es ruhig mal aus. Für mich eine geniale Lösung für die ich sehr dankbar bin.

Sonnengrüße,
Claudi

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