Mittwoch, 27. Juli 2016

Wie läuft so ein Ausbildungswochenende ab?

Namasté ihr Lieben,

in meiner Ausbildungsschule ist an einem Wochenende im Monat Unterricht. Im September fängt eine neue Gruppe an, dann sind wir nicht mehr die Küken ;) Ab dem Zeitpunkt gibt es wieder vier Gruppen an der Schule.

Einmal im Jahr sehen sich alle zu einem gemeinsamen Ausbildungswochenende. Auch ehemalige Schüler*innen werden hierzu eingeladen.

Und sonst ist Unterricht am Freitag von 16:00 bis 19:30 Uhr. Samstags von 09:00 bis 18:00 Uhr. Danach gehen wir immer in einer kleinen/ wechselnden Gruppe noch weg. Denn in der Schule kommt man nicht wirklich zum Ratschen. Am Sonntagvormittag ist dann von 09:00 bis 13:30 Uhr Unterricht.

Wir sitzen auf Yogamatten am Boden. Ausgestattet mit Notizblock, Stiften, Teebechern, Wasserflaschen, dicken Socken. In der Schule gibt es kleine Bänke zum Sitzen oder um darauf zu schreiben. Meditationskissen sowie Kuscheldecken zum Einmummeln.

Jedes Wochenende ist ein anderer Referent da und dementsprechend fällt auch die s.g. "Praxis" (also das gemeinsame Yogieren in der Ausbildungsschule) immer anders aus.

Beispiele hierfür:
Am siebten Ausbildungswochenende sind wir fast nur gesessen oder waren in Gruppenarbeiten vertieft und haben kaum yogiert. Umso mehr sind wir dafür am zehnten Ausbildungswochenende in Bewegung gewesen.

So kann man auch nicht sagen, dass einem direkt gezeigt wird, wie unterrichtet wird. Jedes Wochenende hat einen Schwerpunkt (sind alle auf diesem Blog nachzulesen ;) ) und jede Schülerin / jeder Schüler fasst das Gelernte komplett anders auf. Die einen können mit dem Referenten gut, die anderen mit jenem.

Daher bin ich ganz froh, dass ich nicht nur meine Notizen habe für später, sondern auch immer (abwechselnd) zwei aus der Yogafamily Protokoll schreiben um das dann allen anderen zur Verfügung zu stellen.

Auch hierzu gilt: Fragen? Fragen! :-)

Sonnengrüße,
Claudi

Warum ich mich für "unsere" Yoga-Tradition entschieden habe?

Namasté ihr Lieben,

vor einigen Tagen hab mich ein paar Fragen erreicht zu "unserer" Yogatradition.

Ich will versuchen sie hier und heute zu beantworten. Solltet ihr noch mehr wissen wollen, freu ich mich auf eure Kommentare. Selbstverständlich auch, falls die gleich folgenden Antworten nicht detailliert genug sind oder genug weiterhelfen.

Alle Fragen dazu welchen Yoga ich lerne und lehre hat eine meiner beiden Yogalehrerinnen, Adriana, hier schon wunderbar beantwortet. 

Das von ihr erwähnte "Viniyoga" steht in meinem Worten für "Yoga in der Tradition von Krishnamacharya". Er war der Lehrer von beispielsweise Iyengar, Pattabhi Jois, Indra Devi und eben Sriram (der die Tradition heute in Deutschland vertritt). Ich übe also (so sehe ich es) den ursprünglichen Yoga, direkt aus der Quelle. 

Das Yogieren würde ich nie als Training bezeichnen. 


Denn "Training" hat für mich etwas mit Sport zu tun. Doch Yoga ist viel mehr - oder was ganz anderes. Hier geht es um Ruhe, Atem, absolut frei von Ehrgeiz den Weg zu sich selbst zurück zu finden. Und nicht (wie bei vielen Sportarten) nach außen etwas darzustellen. 

Ich mag die Stabilität und Leichtigkeit die meine Praxis haben. Ich liebe es die Bewegung dem Atem anzupassen und nicht andersrum. 


Ja, das ist ein sehr ruhiger Yogastil. Doch wenn ihr nun denkt, dass er absolut ohne Schweiß geübt wird oder gar langweilig ist, muss ich euch sofort korrigieren. 

Versucht "einfach" mal im Sonnengruß bei jedem Ausatem om zu tönen. Und alle Bewegungen in den Atemfluss einzubauen. 

Beispiel im Stand: 
Der Einatem setzt ein, erst dann beginnst du deine Kinn zu heben, deine Brust hebt sich, anschließend hebst du die Arme über vorne nach oben. Wenn sie oben angekommen sind atmest du noch immer ein. Erst nach Ende dieser "einfachen" Bewegung, hört der Einatem auf. 
Der Ausatem kommt, dein Bauch zieht sich zurück. Erst danach beginnst du die Arme langsam wieder zu senken. Wenn sie wieder an deinem Körper liegen hält der Ausatem noch immer an. 
Du genießt die Atemleere und beginnst wieder von vorne. 

Ich liebe liebe liebe diese Ruhe. 


Und das war Yoga schon immer für mich: Kein Sport, kein Training, kein Hetzen. All dies finde ich im Alltag genug. Auf der Matte will ich mich entspannen und mich auf mich, meine Bewegungen und meinen Atem konzentrieren. 

Dieser Yogastil schafft es, dass ich alles andere im Hirn ausschalten kann. 

Ob ich dadurch im Alltag gelassener bin mag ich nicht beurteilen. Das können ja meine Freunde besser. 

Was ich beobachte ist eine gewisse Art von Leichtigkeit. 


Ich habe mich seit Oktober 2015 viel mit Themen wie Loslassen, Geborgenheit, Alleinsein/ Singlesein, Verlustängsten, Mitgefühl vs. Mitleid, ... beschäftigt. Auch spannend ist, dass vegan immer mehr in den gedanklichen Hintergrund rückt - weil es selbstverständlich ist für mich. Es gibt Themen oder Menschen die mich (leider) noch (?) immer wahnsinnig machen. Aber das alles ist eine Reise. Meine Yogafamily und ich wir gehen da einen spannenden Weg. Der uns aber nicht weiter weg bringt von uns, sondern zurück. 

Was das recht gut erklärt, ist ein Artikel von sueddeutsche.de zum Thema "Mut zum Wegschauen".

Es gibt absolut nichts, rein gar nichts, was ich gegen unsere Yoga-Tradition sagen könnte. Vor allem genieße ich es sehr zu wissen, dass noch gut drei Jahre Ausbildung vor mir liegen und ich wundertolle Menschen an meiner Seite habe, die mich begleiten und den Weg mit mir gehen.


Heut Abend schreibe ich noch einen Blogeintrag zum Thema "Wie läuft so ein Ausbilungswochenende ab?". 
Aber jetzt geh ich erst mal mit Finn raus. Grauer Himmel über München. Doch das Wissen, dass die Sonne trotzdem da ist, erleichtert den a bisserl.

Sonnengrüße,
Claudi

We are always stronger together

Namasté ihr Lieben,

ich hab keine Ahnung, welche Partei ich bei der nächsten Bundestagswahl ankreuzen soll. Sehr wohl weiß ich aber, wen ich als Präsidentin der USA sehen will...

Eine sehr bewegende Rede von Michelle Obama:




Sonnengrüße,
Claudi

Dienstag, 26. Juli 2016

27 Sonnengrüße

Namasté ihr Lieben,

Tag für Tag werden die Nachrichten übler. Und ich halte mich an eine meiner Ausbilderinnen:

Mitfühlen aber nicht mitleiden!


Bedeutet im Kurzform: Ich nehme all das wahr, bin durchaus voller Mitgefühl. Aber ich gebe den schlimmen Neuigkeiten aus aller Welt keinen großen Platz in meinen Gedanken. Heißt nicht, dass ich es verdränge. Sehr wohl beschäftige ich mich mit all den Schreckensmeldungen. Aber ich weiß, dass es nicht mein Leben direkt (!) betrifft.

Und so habe ich gerade einen Tipp meiner Freundin Judith umgesetzt:
108 Sonnengrüße. Naja. Sie meinte ich könne ja mit 54 anfangen. Tatsächlich waren es dann aber 27. Und ich bin irre stolz auf mich. Denn: Ich hab mich nicht durchgehetzt, sondern mich von meinem Atem leiten lassen. Jedes einzelne asana war sehr wohl bedacht und ruhig ausgeführt. Für das Mitzählen habe ich nun auch eine Taktik entwickelt.

Auf diese Weise kann ich Yoga üben und mache ihn, durch die Paarung mit Ehrgeiz, zum Sport. 


Wichtig ist:
Stabilität und Leichtigkeit zu bewahren. Und das hat beim ersten Üben letzte Woche noch nicht geklappt. Heute aber sehr wohl.

So meine liebe Julia,
ich hab meinen Teil brav erfüllt und freu mich jetzt aufs Abendessen.
Und du? ;-) <3

(Wir haben vorhin noch gewhatsapped wie wir uns sportlich betätigen könnten.)

Was ich an dieser Stelle unbedingt mit euch teilen möchte, ist eine Facebook Meldung von Gregor Meyle vom 25.07.2016 um 12:02 Uhr.

Seine Worte haben mir heute viel Kraft gegeben und mich in meinen Plänen für das kommende Wochenende bestärkt.


Ihr Lieben,
die meisten werden inzwischen mitbekommen haben, dass wir das Konzert in Ansbach gestern abbrechen mussten. Der ganzen Band und Crew geht es den Umständen entsprechend gut. Wir möchten uns an dieser Stelle für das besonnene und professionelle Verhalten des Veranstalters, der Polizei, des Security-Teams und ganz besonders des Security Mitarbeiters bedanken, der dem Attentäter den Zutritt zum Gelände verweigerte. Aber auch das ruhige Verhalten der Zuschauer war vorbildlich. Wir hoffen, dass alle Festivalbesucher gut nach Hause gekommen sind. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und deren Angehörigen. Bitte verliert nicht den Glauben an das Gute und lasst Euch niemals davon abhalten, Euer Leben selbstbestimmt zu leben.
Alles Liebe von
Gregor, Band und dem gesamten Meyle-Team


Sonnengrüße an euch alle,
Claudi


Sonntag, 24. Juli 2016

Freundinnen

Namasté ihr Lieben,

kennt ihr das? Man bekommt Lieder geschickt oder Links, kann/ mag sie in dem Moment nicht lesen und hebt sie sich für später auf. So geschehen am Donnerstag. Von meiner Freundin M. in Form von den drei folgenden Videos.

Juli - Wir beide:



Carpool Karaoke mit First Lady Michelle Obama:



Mathew West - The story of your life:



Ich war am Donnerstag total Banane nach der Arbeit. Müde, bissi Kopfweh. Hab nur yogiert und einen Film geschaut, nicht mal Bock auf ne Suppe gehabt, bin mit Finn ne Runde drehen gewesen und dann direkt ins Bett.

Am Freitag war ich fassungslos im Web unterwegs und so bin ich erst gestern und heute Vormittag dazu gekommen mir alle Videos anzuschauen. Was ganz gut war. Denn Musik ist dieses Wochenende genau das was ich brauche.

Freundinnen sind also grandios - und zwar nicht nur deswegen! Da muss man sich auch nicht immer sehen, es reichen auch mal Telefonate aus. Die können dann gerne eine Stunde oder länger dauern und es wird upgedated und geschwatzt und gelacht. Danach geht es jeder gleich (noch) besser als vorher. 

Heute Abend findet um 20:00 Uhr übrigens eine Lichterkette am Friedensengel statt.

Sonnengrüße,
Claudi

Freitag, 22. Juli 2016

München



Quelle: wikipedia

Liebes Münchner Kindl,

gib allen Betroffenen und ihren Lieben viel Schutz und Kraft. 💛


Sonnengrüße,
deine Claudi

Sonntag, 17. Juli 2016

Das zehnte Ausbildungswochenende - Wie der letzte Sommertag

Namasté ihr Lieben,

wir haben gelacht, gestaunt, geweint, gelernt, geliebt. Wir sind erschrocken und haben uns wieder beruhigt. Waren voller Ehrfurcht und Respekt - vor unserem Lehrer, unserem Geist und dem Körper aller Lebewesen.

Anatomie mit Günter Nießen - ein Wochenende das vermutlich niemand von uns vergisst.


Viel gehen, beugen, strecken, umarmen. Gedanklich neu sortieren. Beim Zähneputzen wippen? Jeden Tag spazieren gehen? Während der Wasserkocher läuft die Knie ausschütteln? Rückwärts die Treppen hoch? Anders Staub saugen als bisher? Größere Schritte machen als gewohnt? Zum Ratschen mit Kollegen aufstehen? Den Papierkorb wegstellen? Oh das wird herrlich in nächster Zeit...

Viel habe ich nicht mit geschrieben. Sogar relativ wenig. Gespannt bin ich, wie die beiden Protokollantinnen das lösen werden. Denn meine Notizen bestehen fast ausschließlich aus wunderschönen Zitaten.

Während ich am Freitag noch total unruhig war - bin ich heute wieder Sonnenschein.
Danke Yoga. Danke Yogafamily. Danke Isolde. Danke Günter. Danke Claudi.

Ihr lasst mich nicht los, lasst mich nicht mehr los.
Wie der letzte Sommertag, wie der letzte Sommertag im Jahr.


Ja, es gibt ihn. Max Giesinger bevor ihn 80 Millionen kannten. Ich hör "Unser Sommer" und hab Gänsehaut. Warum? Ein absolutes Freundinnen-Lied. Für mich. Katapultiert mich gedanklich zurück auf ein Konzert im Backstage das wir mit nur 30 anderen Menschen erleben durften.

Und zu diesem Wochenende passt es auch. Gestern waren wir endlich im Biergarten. Das erste und letzte Mal 2016. Meine komplette Yogafamily sehe ich erst Mitte Oktober wieder. Im August im Sommerpause, im September haben wir die erste von acht Vorstellstunden. Wir üben gegenseitig in kleinen Gruppen miteinander. Somit sehe ich dort und dann nur vier und nicht alle.




Sonnengrüße voller Liebe und Verbundenheit,
Claudi

Freitag, 15. Juli 2016

om suryaya namah

Namasté ihr Lieben,

es ist kalt. Es ist grau. Komische Dinge passieren. Die Politik geht mir ganz pauschal gesagt auf die Eierstöcke. Der Terror noch viel mehr. Einige meiner Freundinnen müssen sich mit doofen Themen beschäftigen. Umbruch überall. Seltsame Gefühle überkommen uns die Tage.

Die letzte (Urlaubs)Woche war zwar schön - aber eher "ok" und keinesfalls vergleichbar mit dem Hoch das ich im Urlaub im Juni hatte. Sagen wir mal so: Ich bin a bisserl melancholisch. Ich wünsche mir ganz arg, dass sich das nachher (wenn ich die Yogafamily wieder sehe und da wir einen coolen Referenten haben dieses Wochenende) wie von selbst erledigt.

Ich will Sonne, Sommer, blauen Himmel, gute Laune, Frieden.


Durm hab ich vorhin vier Sonnengrüße geübt und dabei bei jedem Ausatem "om suryaya namah" rezitiert. Da kam doch dann glatt für drei Minuten mal die Sonne raus. Nicht nur innerlich, sondern sogar hinter den Wolken. Denn sie ist ja immer da - aber versteckt sich viel zu oft.

Ich wünsche euch allen ein wundertolles und friedliches Wochenende. Das Lied das mir heute über den Weg gelaufen ist passt "zufällig" ziemlich gut - Xavier Rudd "Spirt Bird". Unplugged auf einem australischen Berg. Wahnsinn!!!! Und textlich besonders gut ab 7:45.




Sonnengrüße (von einer gerade etwas bedöppelten),
Claudi

Sonntag, 10. Juli 2016

Das neunte Ausbilungswochenende - Santa Maria!

Namasté ihr Lieben,

wir haben 11 Ausbildungswochenenden im ersten Jahr. Die zwei folgenden Referenten kenne ich bereits und freu mich sehr auf beide. Somit kann ich gut damit leben, dass ich dieses Wochenende zum ersten Mal keinen, absolut gar keinen, Zugang gefunden habe.

Es ging um "Yoga im Alltag" und fürs Erste ist dabei nicht so viel von hängen geblieben, außer:




SANTA MARIA!!!!!! ;-) (Kleiner Insider...)


Was natürlich sein kann/ worauf ich nun hoffe ist, dass all das erst einmal sacken muss. Vielleicht macht es im Laufe nächster Woche klick? Guuuuuuuuuuuuuute Entscheidung Urlaub zu nehmen und nicht dem Brotjob nachzugehen

Jedenfalls habe ich auf der Heimfahrt beschlossen, mir allein daheim Gedanken zum Thema "Yoga im Alltag" zu machen und diese mit euch zu teilen.


Ich lade euch (vor allem ganz herzlich die Mandiramgirls) ein fleißig zu kommentieren. Vielleicht können wir auf diese Art und Weise alles für uns durcharbeitentanzen und unseren eigenen Weg finden? Am Ende ging es der Referentin auch nur darum uns anzuschubsen? Unabhängig von ihrem Leben, das offensichtlich für keinen von uns vorstellbar ist. Eventuell sehen wir dieses Wochenende einfach als Teil unserer Reise an. Denn da darf es auch mal "???" geben, die unbeantwortet im Raum stehen bleiben. Meine Notizen habe ich mir gerade nochmal durchgelesen und finde tatsächlich einiges sinnvoll und stimmig. Vermutlich würde ich jedoch einen anderen Weg gehen, um dieses wahnsinnig tiefe Wissen zu verbreiten. Praxisbezogener, klarer, strukturierter? Ich versuche es mal.

(Und nein, das ersetzt keinesfalls ein dreitägiges Seminar mit über 100 Teilnehmern und garantiert auch keine Frau mit jahrzentelanger Erfahrung! Aber es ist mein Weg, eine Momentaufnahme von der Stelle, an der ich heute stehe. Eine Kurve? Eine flache Strecke? Bergauf? Liegen da Steine? Ich weiß es nicht - und will es auch nicht wissen... ;-))

Was bedeutet für mich Yoga im Alltag?


Stau/ Der Münchner Berufsverkehr
Musik an. Singen. Kein Handy (ist ja eh nicht erlaubt :)). Sich freuen über Ich-Zeit. Nicht darüber nachdenken, dass man bereits in der Arbeit sein sollen oder daheim hätte sein wollen.

Auto fahren
Nicht schimpfen über den Fahrstil anderer. Aber durchaus wundern. Wenn möglich entsprechend reagieren/ aus deren Weg fahren.

Arbeit 
Sich über 97,2% tolle Kollegen freuen und 2,8% nicht so tolle Kollegen aus dem goldenen Ei heraus betrachten. An der goldenen Schale diverse Launen oder Einstellungen abprallen lassen. Für die 97,2% aber immer und überall da sein.

Putzfrauen
Tief durchatmen. Beschwerden der Kollegen annehmen und weitergeben. Ohne zu werten, ohne sich zu ärgern. 

Streit
So richtig gestritten habe ich mich schon lange nicht mehr. Wenn dann diskutiert. Über... alles. Prinzipiell ist mir Fragen fragen und Antworten antworten lieber als aggresive Konversation.

iPhone
Schon lange nachts im Flugmodus. Neue Erkenntnis für Freutage: "Mobile Daten aus"! So bin ich automatisch mehr im Jetzt und Hier.

Notebook
Abends einfach mal auslassen und nicht-so-wichtige-Nachrichten auf später oder den nächsten Tag veschieben.

Hund muss nachts raus
Oh wie oft habe ich vor mich hin geflucht. "Das ist genau der Grund wieso ich kein Kind will!" "Ich brauch meinen Schlaf!" "Toll, jetzt klingt in 1 1/2 Stunden eh der Wecker!" "Menno, ich war gerade in der Tiefschlafphase!". Neu: Danke lieber Hund, dass du mich weckst und nicht in die Wohnung machst. Und bevor es rausgeht erst testen, ob er vielleicht einfach lieber WoZi-Couch statt SchlaZi-Hundebett will.

Nachbarn am Morgen 
Hallo und tschüß. Nein, ich muss nicht Pseudokonversation um 06:45 Uhr betreiben. Ich darf es mir auch erlauben einfach mal gleich weiterzugehen. 

Gehmeditation
Mach ich gerne am Morgen oder Abends beim spazieren mit Hund. Mobile Daten aus (s.o.) oder auch mal Flugmodus (für die 20 Minuten...) und los geht's. Jeden Schritt wahrnehmen, jeden Baum. Da entdeckt man Dinge die man sonst übersieht.

Freunde
Hach. Meine Liebe. Ihr seid für mich da. Ich für euch. Es ist ein Traum. Wie ein Baum. Tief verwurzelt. Lauter einzelne Blätter die ein wundertolles Gesamtwerk ergeben. Ihr seid auch mein Yoga.

Familie
Auf das Wesentliche konzentrieren. Auch mal Nein sagen. Mitfühlen aber nicht mitleiden. Grenzen setzen. Los lassen. Die Wurzeln annehmen und akzeptieren. Aber nicht alles was Thema ist überbewerten. So ähnlich man sich auch sein mag, so anders ist der Weg den ich gerade gehe.

Vegan 
Herzstück. Hier bin ich ich. Fünf Buchstaben die mein Leben umgekrempelt haben. Nicht mehr wegzudenken. Sorgt für Frieden in und an mir. Ich liebe es Bildern von s.g. "Nutztieren" zu sehen (also Kühe, Schweine, Hühner, ...) und einfach nur voller Liebe zu sein.

Achtsamkeit
Wird immer mehr und wichtiger. Vor allem mit selbst gegenüber.

Himmel 
So oft schau ich hoch und erfreu mich an dir. Auch wenn du mal grau bist. Denn hinter den Wolken scheint immer die Sonne.

Luft machen 
Gestern hier: http://claudigoesvegan.blogspot.de/2016/07/provamel-wurde-von-danone-aufgekauft.html
Kürzlich hier: http://claudigoesvegan.blogspot.de/2016/07/hormonspirale-ein-herzensthema-kommt.html 
Soeben in diesem Moment mit diesem Blogeintrag. Braucht es. Unbedingt. Immer wieder.

Raum geben 
Mir selbst für mich. Das monatliche Auf und Ab das wir Frauen erleben. Es darf sein.

Alleinsein
So gut! All ein. All one. DIE Erkenntnis schlechthin: Auch wenn ich allein bin, bin ich nicht einsam.
Doch allein sein will gelernt sein und angenommen werden. Und plötzlich tauchen Themen auf, an die vorweg nicht mal ansatzweise gedacht wurde. Hab ich im letzen Urlaub zum Einstieg gemacht. Zwei Tage niemand. Außer Finn und ich und ein Buch. Zauberhaft. Gehört dringend wiederholt! Vielleicht übernächste Woche.

Neu in meinem Leben: Probleme erst einmal versuchen allein zu klären bevor ich meine Freunde damit belästige!
Hab ich tatsächlich durch das eben erwähnte Alleinsein gelernt. Voll toll. Antworten erstmal in mir suchen. Denn meistens sind sie da. Dann andere um Ratschläge oder Hilfe bitten.

Glücklich sein
Yeah!!!! Ist das nicht schön, einfach mal zu sagen: Ich sitze gerade hier und bin glücklich? Einfach so? Ja, das darf!

Lernen
Yoga ist für mich lernen. Das hängt ultimativ zusammen. Denn auch wenn ich Yogalehrerin bin, werde ich immer Yogaschülerin bleiben. Es gibt so viel und ich bin so wissbegierig!

Lesen
Spirituelle Bücher ebenso wie beispielsweise aktuell "Fettlogik überwinden". Ich sitze mit warmen Wasser (sehr brav ayurvedisch) auf der Couch. TV aus, keine Musik, Fenster auf, Vogelgezwitscher. Und genieße ein Buch. Ganz achtsam und mit voller Aufmerksamkeit. Kein Multitasking.

Wochenplan schreiben 
ist auch Yoga.

(Möglichst) täglich meditieren 
Siehe Punkt Arbeit. Ist mir mittlerweile so wichtig. Dieses still werden und sammeln. Augen zu. Atmen. Nur ich. In meinem goldenen Ei.

(Möglichst) täglich yogieren
Mir ist bewusst wie wichtig es ist, täglich die eigene Praxis zu üben. Aber immer klappt es nicht. Da fahr ich direkt von der Arbeit Freunde treffen und komm kurz nach 21 Uhr erst nach Hause. Morgens ist Yoga (noch?) nicht mein Ding. Aaaaaber: Ich übe jeden Tag, so oft Yoga. Siehe die Aufzählung hier. Ich denke es ist nicht so arg, wenn asanas (Körperübungen) an zwei, drei Tagen die Woche ausfallen.

Einzelstunden feiern
Mit Vorfreude fahre ich nach Kaufbeuren, mit einem tanzendem Herzen zurück. Schon die je Weg einstündige Autofahrt ist Yoga. Das was dazwischen passiert ist Magie.

Yogawochenenden (also Ausbildungswochenenden) genießen 
Am Freitag darf ich sie alle schon wieder sehen. Meine Yogafamily. Wohlfühlplatz, aufgehoben sein, volle Akzeptanz von allen für alle.

Zuhören
Ich denke ich kann es gut. Und immer wieder ertappe ich dabei, wie ich meinem Gegenüber tief in die Augen schaue und eine herrliche Einheit und Zusammengehörigkeit entdecke.

Ruhe
Passt auch zum Alleinsein oben.

Bei mir sein
Passt auch zum Alleinsein oben.

Lächeln veschenken 
Hast du schon mal jemand angelächelt und er hat nicht zurück gegrinst? Mir ist das noch nie passiert. Ausprobieren!

Liebe geben
Gibt es etwas schöneres als zu zeigen, dass man Menschen wirklich liebt? Gelingt mir beispielsweise aufgrund von Umarmungen oder lieben Worten. Auch das ist Yoga.

Liebe annehmen 
Fällt mir schwerer. Allein schon mit Komplimenten habe ich Probleme. Hier ist vermutlich jeder Mensch anders gestrickt. Sagt ihr eigentlich "Danke", wenn euch jemand ein Kompliment macht? Oder spielt ihr es runter? Na, ertappt? ;-)

Natur
Kraftort. Yoga ist überall. Aber für mich an einem Baum beispielsweise spürbarer, als im Aufzug.


In diesem Sinne: Raus in die Sonne und fleißig auftanken!

Sonnengrüße,
Claudi

Donnerstag, 7. Juli 2016

Ayurveda - mehr als auf dem Teller

Namasté ihr Lieben,

gestern habe ich über Ayurveda geschrieben und ein wichtiges Detail vergessen:

Die neue Morgen- und Duschroutine:


Vor dem Duschen oder Baden öle ich mich ein - am ganzen Körper. 


Das macht die Haut schön weich, riecht super gut und hilft wohl bei der porentiefen Reinigung. Ich hab mir welche von Weleda gekauft, keine speziell ayurvedischen. Beide sind vegan. Eins für morgens und eins für abends. Find ich irgendwie fein mit Citrus in den Tag zu starten und mit Lavendel ins Bett zu gehen.

Bevor ich am Morgen was etwas trinke, gibt es Ölziehen mit Kokosöl.


Ganz wichtig: Den Schleim dann in ein Küchentuch oder Klopapier spucken und per Müll entsorgen. Nicht ins Waschbecken oder in die Toilette, das könnte Risse schaffen wegen der vielen Bakterien die wir morgens im Mund haben.
Danach wird die Zunge abgeschabt und erst anschließend erfolgt das Zähneputzen.

Anschließend gibt es noch eine Nasendusche. 


An die hab ich mich erst gewöhnen müssen (anfangs hatte ich einen Kindheits-Flashback ins Trimini, die Riesenrutsche und das Chlorwasser) - aber mittlerweile klappt auch das prima.

Lustig finde ich, wie analog das zum Veganismus steht. Da geht es ja auch um "Lebst du schon oder isst du nur vegan?".

Ich meine mir einzubilden, dass bzgl. Ayurveda warm essen und mit Kräutern arbeiten toll ist - aber den richtigen Effekt bekommt man nur durch das Drumrum. Eigentlich ja auch erstmal mit einer Darmreinigung...

Sonnengrüße,
Claudi

P.S.: Einen grandiosen Blogeintrag zum Thema Ayurveda gibt es von Julia Wunderlich auf "Fuck lucky go happy".

Mittwoch, 6. Juli 2016

Zwischenbericht nach drei Wochen Ayurveda in meinem Leben

Namasté ihr Lieben,

ich hab ganz lang überlegt, ob ich über mein derzeitiges Ayurveda-Erlebnis überhaupt schreiben soll.

Denn...
  • so ganz glücklich wie alles abgelaufen ist bin ich nicht. 
  • es hat nun knapp drei Wochen gedauert, bis mein Körper wirklich fein damit ist.
  • ich bin nicht sicher wie lange es/ das anhält.
  • auf meinem Veganblog hab ich schon so viel über diverse Ernährungsexperimente geschrieben, dass es mich selber fast schon nervt bzw. mir ehrlichgesagt fast schon a bisserl peinlich ist.
  • nach Weight Watchers, Montignac, Metabolic Balance (was alles scheiterte) folgte die Umstellung auf vegane Ernährung -
  • danach dann aber noch ein Rohkost-Experiment, glutenfrei, sojafrei, zuckerfrei, weizenfrei, fettfrei. 
  • Es ging weiter (um nur einige Beispiele zu nennen), mit einem absoluten Wirrwarr:
    Smoothies jeden Tag, Ekel vor Smoothies,
    Nudeln in Masse auch am Abend,
    Phasen mit Bergen von Schokolade, Gummibärlis und Chips (gerne auch im Wechsel an einem Abend),
    Brot 3x/ Tag.
  • bisher hatte ich nicht das Verlangen darüber zu schreiben. 

Ihr seht: Mein Körper hat in den letzten Jahren ziemlich viel mitgemacht. Mein Geist auch. Und die Seele bestimmt ebenfalls. 


Und heute ist es passiert:
Ich habe vom Essen geträumt. Ich habe davon geträumt, wie ich voller Gelüste in den Biomarkt geh und Tonnen an veganem "Müll" kaufe. Ich setze das bewusst in "", denn das entspricht etwa diesem Blogeintrag.
Dann wache ich auf: Da ist nix mit Gelüsten. Da ist einfach nur etwas Hunger (so wie es sein soll am Morgen, was ich aber tatsächlich erste seit zwei Wochen kenne!) und Vorfreude auf den warmen Frühstücksbrei.

Da dachte ich mir dann: WOW!!! Nun träume ich zwar davon, aber ich spür sie tagsüber nicht mehr. Da ist plötzlich keinerlei Bock mehr auf irgendwas. Da is ganz klar drei Mahlzeiten am Tag angesagt (hat bei Metabolic Balance schon wirklich prima funktioniert - ist aber leider in Vergessenheit geraten!). Frühstück (warmer Brei) und Abendessen (warme Suppe) sind vorgegeben. Mittag wird geschlemmt. Auch warm.

Und der Oberhammer: Mir bekommt das sowas von gut, dass es fast schon unheimlich is. Ich fühle mich so gar nicht auf Diät o.ä.. Denn nach ein paar Tagen hatte ich raus, welche Menge ich jeweils benötige, um satt zu bleiben.


An warme Getränke hab ich mich, trotz sommerlicher Temperaturen, mittlerweile auch gewöhnt. Was echt abgefahren ist, denn mir konnte es bisher nicht kalt genug sein.

Meine Smoothies fehlen mir nicht mehr - im Gegenteil! Hätte ich never ever für möglich gehalten!

Und das aller aller aller aller aller Beste:
Kein Moppelbauch (im Sinne auf aufgebläht) mehr. Partyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy!


So, jetzt bin ich das mal los und hab den "Zwischenstand" hiermit festgehalten. Ich bin ECHT gespannt wie es weiter geht!!!! Kann und will ich grad noch nicht abschätzen. Für den Moment und das Jetzt genieße ich einfach mal. Und bin Liebe.




Sonnengrüße,
Claudi

P.S.: Einen grandiosen Blogeintrag zum Thema Ayurveda gibt es von Julia Wunderlich auf "Fuck lucky go happy".

SUP Yoga und Wanderlust

Namasté ihr Lieben,

nächste Woche darf ich zum SUP Yoga auf dem Pilsensee mit Namasté Yoga.

Mei wie i mi gfrei. Auch wenn des dann vermutlich eher ned so ausschaut ;-)
Ein wundertolles Video über das ich heute gestolpert bin...


... weil ich mir alles zum Wanderlust Festival reingezogen habe.

Das findet nämlich am Sonntag, den 29.08.2016, im Olympiapark München statt. YEAH!!!!
Auch in Köln und Berlin - aber ich nimm selbstverständlich in München teil.

Noch zwei Tage lang gibt es Earlybird-Tickets für 34€.



Sonnengrüße,
Claudi

Samstag, 2. Juli 2016

Wir sind groß

Namasté ihr Lieben,

da sehe ich ein neues Musikvideo. Bin TOTAL verzückt. Und erneut stellt sich raus: Kim Frank (kennt ihr vielleicht noch von der Band "Echt" damals?) steckt dahinter.

Hach. Wer bei den Bildern keine Gänsehaut bekommt... ...




Dankbar bin ich aber nicht nur für dem Kim sein Talent hinter der Kamera, sondern auch für die Worte von Mark Forster:

Wir können das Buch selber schreiben
Es gibt genug freie Seiten
Für immer bunteste Zeiten
Ich weiß für uns wird's so bleiben

Wir fliegen weg denn wir leben hoch
Gewinnen alles und gehn K.O.
Wir brechen auf lass die Leinen los
Die Welt ist klein und wir sind groß

Und für uns bleibt das so
Für immer jung und zeitlos
Wir fliegen weg denn wir leben hoch
Die Welt ist klein und wir sind groß


Hab ich dir jetzt nen Ohrwurm verpasst? ;-)

Sonnengrüße,
Claudi

Freitag, 1. Juli 2016

Geschafft!

Namasté ihr Lieben,

YEAH YEAH YEAH!

Die Woche ist rum und es war gar nicht so schlimm wie ich dachte.
Im Gegenteil. "Schön, dass du wieder da bist!" zu hören ist soooooo schön.

Dennoch freu ich mich auf das Wochenende.

Ich hab mir heute ein ganz großes neues Ziel gesetzt - und es fühlt sich großartig an. Hat was mit Selbstliebe zu tun.

Nach dem Yogieren und meiner abendlichen Suppe, sitze ich nun auf der Couch und freue mich gleich DEN Blogeintrag schlechthin auf meinem Vegan-Blog veröffentlichen zu können.

Dann stehen da noch die letzten Interviews aus der ersten Runde Yoga Online Konferenz an. Und ich will früh ins Bett. Bin ziemlich kaputt heute.

Hach. Diese Dankbarkeit die mich in Momenten wie diesem gerade manchmal überkommt ist einfach nur wunderschön.

Sonnengrüße,
Claudi