Sonntag, 10. Juli 2016

Das neunte Ausbilungswochenende - Santa Maria!

Namasté ihr Lieben,

wir haben 11 Ausbildungswochenenden im ersten Jahr. Die zwei folgenden Referenten kenne ich bereits und freu mich sehr auf beide. Somit kann ich gut damit leben, dass ich dieses Wochenende zum ersten Mal keinen, absolut gar keinen, Zugang gefunden habe.

Es ging um "Yoga im Alltag" und fürs Erste ist dabei nicht so viel von hängen geblieben, außer:




SANTA MARIA!!!!!! ;-) (Kleiner Insider...)


Was natürlich sein kann/ worauf ich nun hoffe ist, dass all das erst einmal sacken muss. Vielleicht macht es im Laufe nächster Woche klick? Guuuuuuuuuuuuuute Entscheidung Urlaub zu nehmen und nicht dem Brotjob nachzugehen

Jedenfalls habe ich auf der Heimfahrt beschlossen, mir allein daheim Gedanken zum Thema "Yoga im Alltag" zu machen und diese mit euch zu teilen.


Ich lade euch (vor allem ganz herzlich die Mandiramgirls) ein fleißig zu kommentieren. Vielleicht können wir auf diese Art und Weise alles für uns durcharbeitentanzen und unseren eigenen Weg finden? Am Ende ging es der Referentin auch nur darum uns anzuschubsen? Unabhängig von ihrem Leben, das offensichtlich für keinen von uns vorstellbar ist. Eventuell sehen wir dieses Wochenende einfach als Teil unserer Reise an. Denn da darf es auch mal "???" geben, die unbeantwortet im Raum stehen bleiben. Meine Notizen habe ich mir gerade nochmal durchgelesen und finde tatsächlich einiges sinnvoll und stimmig. Vermutlich würde ich jedoch einen anderen Weg gehen, um dieses wahnsinnig tiefe Wissen zu verbreiten. Praxisbezogener, klarer, strukturierter? Ich versuche es mal.

(Und nein, das ersetzt keinesfalls ein dreitägiges Seminar mit über 100 Teilnehmern und garantiert auch keine Frau mit jahrzentelanger Erfahrung! Aber es ist mein Weg, eine Momentaufnahme von der Stelle, an der ich heute stehe. Eine Kurve? Eine flache Strecke? Bergauf? Liegen da Steine? Ich weiß es nicht - und will es auch nicht wissen... ;-))

Was bedeutet für mich Yoga im Alltag?


Stau/ Der Münchner Berufsverkehr
Musik an. Singen. Kein Handy (ist ja eh nicht erlaubt :)). Sich freuen über Ich-Zeit. Nicht darüber nachdenken, dass man bereits in der Arbeit sein sollen oder daheim hätte sein wollen.

Auto fahren
Nicht schimpfen über den Fahrstil anderer. Aber durchaus wundern. Wenn möglich entsprechend reagieren/ aus deren Weg fahren.

Arbeit 
Sich über 97,2% tolle Kollegen freuen und 2,8% nicht so tolle Kollegen aus dem goldenen Ei heraus betrachten. An der goldenen Schale diverse Launen oder Einstellungen abprallen lassen. Für die 97,2% aber immer und überall da sein.

Putzfrauen
Tief durchatmen. Beschwerden der Kollegen annehmen und weitergeben. Ohne zu werten, ohne sich zu ärgern. 

Streit
So richtig gestritten habe ich mich schon lange nicht mehr. Wenn dann diskutiert. Über... alles. Prinzipiell ist mir Fragen fragen und Antworten antworten lieber als aggresive Konversation.

iPhone
Schon lange nachts im Flugmodus. Neue Erkenntnis für Freutage: "Mobile Daten aus"! So bin ich automatisch mehr im Jetzt und Hier.

Notebook
Abends einfach mal auslassen und nicht-so-wichtige-Nachrichten auf später oder den nächsten Tag veschieben.

Hund muss nachts raus
Oh wie oft habe ich vor mich hin geflucht. "Das ist genau der Grund wieso ich kein Kind will!" "Ich brauch meinen Schlaf!" "Toll, jetzt klingt in 1 1/2 Stunden eh der Wecker!" "Menno, ich war gerade in der Tiefschlafphase!". Neu: Danke lieber Hund, dass du mich weckst und nicht in die Wohnung machst. Und bevor es rausgeht erst testen, ob er vielleicht einfach lieber WoZi-Couch statt SchlaZi-Hundebett will.

Nachbarn am Morgen 
Hallo und tschüß. Nein, ich muss nicht Pseudokonversation um 06:45 Uhr betreiben. Ich darf es mir auch erlauben einfach mal gleich weiterzugehen. 

Gehmeditation
Mach ich gerne am Morgen oder Abends beim spazieren mit Hund. Mobile Daten aus (s.o.) oder auch mal Flugmodus (für die 20 Minuten...) und los geht's. Jeden Schritt wahrnehmen, jeden Baum. Da entdeckt man Dinge die man sonst übersieht.

Freunde
Hach. Meine Liebe. Ihr seid für mich da. Ich für euch. Es ist ein Traum. Wie ein Baum. Tief verwurzelt. Lauter einzelne Blätter die ein wundertolles Gesamtwerk ergeben. Ihr seid auch mein Yoga.

Familie
Auf das Wesentliche konzentrieren. Auch mal Nein sagen. Mitfühlen aber nicht mitleiden. Grenzen setzen. Los lassen. Die Wurzeln annehmen und akzeptieren. Aber nicht alles was Thema ist überbewerten. So ähnlich man sich auch sein mag, so anders ist der Weg den ich gerade gehe.

Vegan 
Herzstück. Hier bin ich ich. Fünf Buchstaben die mein Leben umgekrempelt haben. Nicht mehr wegzudenken. Sorgt für Frieden in und an mir. Ich liebe es Bildern von s.g. "Nutztieren" zu sehen (also Kühe, Schweine, Hühner, ...) und einfach nur voller Liebe zu sein.

Achtsamkeit
Wird immer mehr und wichtiger. Vor allem mit selbst gegenüber.

Himmel 
So oft schau ich hoch und erfreu mich an dir. Auch wenn du mal grau bist. Denn hinter den Wolken scheint immer die Sonne.

Luft machen 
Gestern hier: http://claudigoesvegan.blogspot.de/2016/07/provamel-wurde-von-danone-aufgekauft.html
Kürzlich hier: http://claudigoesvegan.blogspot.de/2016/07/hormonspirale-ein-herzensthema-kommt.html 
Soeben in diesem Moment mit diesem Blogeintrag. Braucht es. Unbedingt. Immer wieder.

Raum geben 
Mir selbst für mich. Das monatliche Auf und Ab das wir Frauen erleben. Es darf sein.

Alleinsein
So gut! All ein. All one. DIE Erkenntnis schlechthin: Auch wenn ich allein bin, bin ich nicht einsam.
Doch allein sein will gelernt sein und angenommen werden. Und plötzlich tauchen Themen auf, an die vorweg nicht mal ansatzweise gedacht wurde. Hab ich im letzen Urlaub zum Einstieg gemacht. Zwei Tage niemand. Außer Finn und ich und ein Buch. Zauberhaft. Gehört dringend wiederholt! Vielleicht übernächste Woche.

Neu in meinem Leben: Probleme erst einmal versuchen allein zu klären bevor ich meine Freunde damit belästige!
Hab ich tatsächlich durch das eben erwähnte Alleinsein gelernt. Voll toll. Antworten erstmal in mir suchen. Denn meistens sind sie da. Dann andere um Ratschläge oder Hilfe bitten.

Glücklich sein
Yeah!!!! Ist das nicht schön, einfach mal zu sagen: Ich sitze gerade hier und bin glücklich? Einfach so? Ja, das darf!

Lernen
Yoga ist für mich lernen. Das hängt ultimativ zusammen. Denn auch wenn ich Yogalehrerin bin, werde ich immer Yogaschülerin bleiben. Es gibt so viel und ich bin so wissbegierig!

Lesen
Spirituelle Bücher ebenso wie beispielsweise aktuell "Fettlogik überwinden". Ich sitze mit warmen Wasser (sehr brav ayurvedisch) auf der Couch. TV aus, keine Musik, Fenster auf, Vogelgezwitscher. Und genieße ein Buch. Ganz achtsam und mit voller Aufmerksamkeit. Kein Multitasking.

Wochenplan schreiben 
ist auch Yoga.

(Möglichst) täglich meditieren 
Siehe Punkt Arbeit. Ist mir mittlerweile so wichtig. Dieses still werden und sammeln. Augen zu. Atmen. Nur ich. In meinem goldenen Ei.

(Möglichst) täglich yogieren
Mir ist bewusst wie wichtig es ist, täglich die eigene Praxis zu üben. Aber immer klappt es nicht. Da fahr ich direkt von der Arbeit Freunde treffen und komm kurz nach 21 Uhr erst nach Hause. Morgens ist Yoga (noch?) nicht mein Ding. Aaaaaber: Ich übe jeden Tag, so oft Yoga. Siehe die Aufzählung hier. Ich denke es ist nicht so arg, wenn asanas (Körperübungen) an zwei, drei Tagen die Woche ausfallen.

Einzelstunden feiern
Mit Vorfreude fahre ich nach Kaufbeuren, mit einem tanzendem Herzen zurück. Schon die je Weg einstündige Autofahrt ist Yoga. Das was dazwischen passiert ist Magie.

Yogawochenenden (also Ausbildungswochenenden) genießen 
Am Freitag darf ich sie alle schon wieder sehen. Meine Yogafamily. Wohlfühlplatz, aufgehoben sein, volle Akzeptanz von allen für alle.

Zuhören
Ich denke ich kann es gut. Und immer wieder ertappe ich dabei, wie ich meinem Gegenüber tief in die Augen schaue und eine herrliche Einheit und Zusammengehörigkeit entdecke.

Ruhe
Passt auch zum Alleinsein oben.

Bei mir sein
Passt auch zum Alleinsein oben.

Lächeln veschenken 
Hast du schon mal jemand angelächelt und er hat nicht zurück gegrinst? Mir ist das noch nie passiert. Ausprobieren!

Liebe geben
Gibt es etwas schöneres als zu zeigen, dass man Menschen wirklich liebt? Gelingt mir beispielsweise aufgrund von Umarmungen oder lieben Worten. Auch das ist Yoga.

Liebe annehmen 
Fällt mir schwerer. Allein schon mit Komplimenten habe ich Probleme. Hier ist vermutlich jeder Mensch anders gestrickt. Sagt ihr eigentlich "Danke", wenn euch jemand ein Kompliment macht? Oder spielt ihr es runter? Na, ertappt? ;-)

Natur
Kraftort. Yoga ist überall. Aber für mich an einem Baum beispielsweise spürbarer, als im Aufzug.


In diesem Sinne: Raus in die Sonne und fleißig auftanken!

Sonnengrüße,
Claudi

Kommentare:

  1. Dazu ein Kommentar von http://meinesichtderwelt.wordpress.com:

    Schöner Blogbeitrag - so viele Gedanken. Und noch einer von mir: Achtsamkeit im Alltag ist gar nicht so schwer, wie wir es uns oft machen? Einmal durchatmen - tief. Hilft immer. Wenns sein muss, ein paar mal mehr. Das beruhigt, fokussiert den Geist und lässt uns Gedanken ordnen. Danach geht dann wieder eins nach dem anderen. Wie bei Bewegunsabläufen? 😘😘😘

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  2. Liebe Claudi,
    Dein wunderbarer Blogeintrag ist gelebter Yoga im Alltag, vom Feinsten, weltzugewandt, ganz so wo es hingehen soll...
    Ganz liebe Grüße,
    Tami

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    1. :-* <3 und: vielen Dank für die Blumen. Bis Freitag :-)

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  3. Hey Claudi,

    danke dir für diesen wundervollen Blogeintrag! Und dazu noch dieses Video, du bist der Hammer. Santa Maria! :-D

    Ums Anschubsen gings ihr sicher... Hoffe nur, dass es demnächst nicht doch noch "Klick" bei Einigen macht und sie uns á la höherer Eingebung Richtung Indien verlassen ;-) Bei dir mach ich mir da jedenfalls keine Sorgen, denn deine Art von Yoga im Alltag ist so wunderschön und inspirierend das ich einfach nur staunen kann.

    Ich werde beim nächsten Stau und dem kommenden Arbeitstag auf jeden Fall an dich denken. Ich freu mich, dass ich auch schon länger nicht mehr mit jemandem gestritten habe, da gelingt mir die yogische Gelassenheit schon ganz gut :-) Was social Media betrifft weißt du ja... Ich steh ganz am Anfang aber vielleicht probier ichs demnächst mal wieder mit Askese frei nach Ecki (http://claudidoesyoga.blogspot.de/2016/05/askese-oder-fasten-ein-erfahrungsbericht.html?m=1)

    Mehr Achtsamkeit, lächeln und die ein oder andere Gehmeditation würde vielen Menschen gut tun. Vielleicht gründen wir mal eine Facebook-Gruppe... "Gehmeditation in München - Achtsam durch die schönste Stadt der Welt" oder so... ;-)

    Ich könnte noch so viel zu jedem deiner Punkte sagen aber das liest ja dann keiner...

    Also ganz kurz: Liebe Claudi du bist die Beste! <3
    Ich wünsche dir ganz viel Zeit zum Lesen, Lieben, Yogieren, einfach rundum glücklich sein

    Liebe Grüße vom Mandiramgirl
    Tanja

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    1. Liebe Tanja,
      hach wie schön, dass ich dich zum Staunen bringen kann <3
      Und du darfst immer an mich denken :-)
      Askese is immer gut. Sag Bescheid wenn es soweit ist, vielleicht mach ich mit. Nur wo fängt das an und hört es auf? Wir sind solche Süchtlinge... ;-)

      Und mit der Facebook Gruppe (Idee is doch supercool!) sind wir ja gleich wieder beim Thema :) :) :) :)

      VIelen Dank für die Blumen und ich freu mich auf dich morgen und am kommenden Wochenende.

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  4. Eine schöne Sammlung. Ich mag dein Alltagsyoga :)
    Magst du vllt nochmal was zu deinem Wochenplan schreiben? Würde mich freuen!

    Ganz lieben Gruß,
    Steffi

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    1. Liebe Steffi,

      den findest du in "The Desire Map". Da es sich dabei um ein ganzes Konzept handelt fällt es mir schwer das hier zu erklären. Details im Link hier: http://claudidoesyoga.blogspot.de/2016/05/tag-der-arbeit.html

      Sonnengrüße,
      Claudi

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