Mittwoch, 1. Juni 2016

Yoga üben mit Oma

Namasté ihr Lieben,

heute durfte ich zum vierten Mal Yoga üben üben ;-)

Vom ersten Mal habe ich hier berichtet, das zweite Mal war dann in der Schule, vor meinem Referat (mehr dazu hier und hier).

Das dritte Mal war eine Anfängerstunde für eine Freundin. Deren Thema mag ich nicht verraten, weil ich diese Praxis (a bisserl abgewandelt) in meiner ersten Vorstellstunde im September verwenden werde.

Und heute war Yoga üben mit Oma angesagt. Es war soooooooooooooo schön.


Welch eine tolle Erfahrung, die ich hier in Stichpunkten festhalten will:
  • Anfangs hab ich richtig arg gemerkt, dass sie Angst hat, gleich los turnen zu müssen.
  • Als ich ihr erklärt habe, dass wir hauptsächlich atmen und uns dazu ein bisserl bewegen, war sie sichtlich entspannter.
  • Bei der Atembeobachtung zum Einstieg, hat sie über die Nase ein, aber über den Mund ausgeatmet. Weil das Ausatmen über die Nase ja gar nicht geht.
  • Augen zu machen war ihr wg. Angst vor Schwindel nicht möglich, also habe ich sie einen Punkt draußen suchen lassen, den sie fixiert.
  • Die Praxis habe ich mit viel fühlen und spüren zusammengestellt, meistens im Sitzen, kurz im Stehen.
  • Da ich zum ersten Mal eine ältere Dame beim Yogieren beobachtet habe, die noch dazu nie richtig "Sport" gemacht hat...
    Ihre Arme bekommt sie bei Weitem nicht so gerade und so hoch über den Kopf wie ich. Vorbeugen geht nicht mal bis zu 45%. Drehen nur mit der Hüfte. Das war für mich alles sehr spannend und lehrreich. Ich hab ihr viele Varianten des jeweiligen asanas angeboten.
  • Ich liebe es, dass wir in unserer Tradition nicht zeitgleich mit den Schülern yogieren. Erst wird erklärt, dann gezeigt. Auch das nicht parallel. Weil Atem soll ja auch fließen dürfen. Anschließend übt der Schüler dann unter Anweisung. Das macht es für mich als Lehrerin entspannt und für meine bisherigen Schüler war es auch sehr ruhig und angenehm. So bleibt auch immer Zeit für Fragen.
  • Am meisten hat meine Oma es genossen, in ihren Körper reinzufühlen als sie in samasthiti stand. Meine ich, gemerkt zu haben.
  • Mein persönliches Highlight:
    Bei der Atembeobachtung, zum Abschluss der asanas, hat sie wie selbstverständlich durch die Nase ein- und ausgeatmet. YEAH YEAH YEAH!
  • Und von der Meditation am Ende, hat sie mir dann nochmal extra vorgeschwärmt. Und übrigens ganz von allein die Augen geschlossen ;-)

Ach das war ein Träumchen und hat mir viel gegeben.

Sonnengrüße,
Claudi

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