Donnerstag, 5. Mai 2016

Vatertag

Namasté ihr Lieben,

am Vatertag fahre ich seit einer gefühlten Ewigkeit meinen Papa am Friedhof besuchen.
Wie übrigens auch meist zu meinem Geburtstag. Und auch sonst des Öfteren. Der Waldfriedhof ist einer meiner Kraftorte. Und bei Sonnenschein, blauem Himmel und Schäfchenwolken is es dort viel viel schöner und heller als bei schlechtem Wetter.

Manchmal frage ich mich, wie der Tag wohl wäre, wenn Papa noch leben würde. Das Traurige daran: Ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich ihn dann heute überhaupt sehen würde. Wie wäre unser Verhältnis? Würde ich überhaupt Yogalehrerin werden sein? Hätte ich einen Hund? Würde ich vegan leben? Wäre ich meinen beruflichen Weg so gegangen? Oder hätte er mich anders beeinflusst?

Wie würde es ihm gehen? Wo und wie würde er leben? Was arbeiten? Wie stünde es um seine Gesundheit?

Anders gesagt: Viel in mir ist, denke ich, nur so passiert, weil er seinen Körper so früh verlassen hat. Weil er aufgegeben hat. Sich und sein Leben. Und ein Teil in mir ist dadurch zur Kämpferin geworden.

Der Vatertag ist für mich jedenfalls immer emotional. Vergleichbar mit Weihnachten. Und wenn dann noch ein Video wie das zu "Seite an Seite" von Christina Stürmer am Morgen meinen Weg kreuzt - sind Tränen garantiert.


Sonnengrüße,
Claudi

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