Mittwoch, 17. Februar 2016

Gefühle im Jetzt - statt Angst vor der Zukunft

Namasté ihr Lieben,

zu Beginn will ich eine sehr schlaue und sehr wichtige Freundin zitieren:

"Das ist die Chance für den Augenblick. Jetzt und hier. Du bist doch eh auf dem Weg von der Planerin zur Ja-Sagerin und Momentesammlerin."



Heute ist der 31. (und letzte) Tag meiner SAY YES Übung. Somit sollte das Prinzip hoffentlich in meinen Kopf eingetrichtert sein. Und ich hab mir das, was mir noch immer schwer fällt, für den Abschluss aufgehoben. Um es mit ins weitere Leben zu nehmen.

Ich sage JA (ganz ganz ganz ganz laut!) zu Gefühlen im Jetzt!


Wisst ihr, mir bringt es rein gar nix, wenn ich das JETZT nicht erlebe, weil ich mir 1.001 Gedanken um die Zukunft mache. Und ich bin da echt schon viel viel viel weiter gekommen, als ich beispielsweise 2008 war. Da habe ich meinen Job (den ich heute noch habe) angetreten und ein halbes Jahr Probezeit an der Backe. Zu Beginn hatte ich ganz viel Angst und Panik, dass ich die ersten sechs Monate in der neuen Firma nicht überleben würde. Meine Kehle war täglich (!) wie zugeschnürt und hat sich erst, als mich nach zwei oder drei Monaten meine Chefin für ein Gespräch auf die Seite genommen hat, wieder geöffnet. Davor habe ich wirklich täglich darüber nachgedacht, was jetzt passiert, wenn ich rausgeschmissen werde.
Heute denke ich mir in Sache Arbeitswelt:
Ja mei, irgendeinen Job der dich kranken- und sozialversichert, nicht mit hängendem Kopf in die Arbeit gehen lässt und halbtags beschäftigt, wirst du schon finden. Dann wird der Rest der notwendigen Kohle mit vegan oder Yoga (am liebsten natürlich beidem!) reingeholt und es soll dann einfach so sein. Das wird schon stimmen und passen. Klar wäre ich traurig, nicht mehr bei meinen wundertollen Kolleg*innen arbeiten zu dürfen. Aber man verliert sie ja deswegen nicht aus dem Leben.

Das als exemplarischer Exkurs. Bringen wir es mal auf den Punkt.

Ich hab schlichtweg gesagt keinen Bock mehr mich über die Zukunft zu sorgen. 


Und das betrifft am allerwenigsten die Arbeitswelt. Da geht es um meine Mama, meine Oma, meinen Hund, das Leben von Freundinnen und natürlich um die Königsdisziplin: Die Liebe.

Ich geh ab JETZT auf die Barrikaden! Rebellion! Gegen die Angst vor der Zukunft! Für die Liebe!


Gedanken wie...

... "Wie soll das denn dann mit meinen (mir heiligen!!!) Wochenenden funktionieren?"
... "Ich brauch doch meinen Freiraum!"
... "Ich will aber nicht besitzt werden!!!" 
      (siehe Blogeintrag zum Thema "Bergwerk")
... "Was wenn er mich nicht so oft sehen will, wie ich ihn?" 
... "Was werden die anderen sagen? Was werden sie sich für Fragen fragen?" 
      (siehe "Unanständig" von Philipp Poisel)
 ... "Ich will meine Freundinnen nicht verlieren, weil ich dann keine Zeit mehr für sie habe!"
... "Ich kann (mir?) (noch?) nicht (genug?) vertrauen!"
... "Werde ich die Verantwortung tragen können?"
... "Kann und will ich Narben nähen?"
... "Ich war noch nie länger als drei Wochen von daheim weg!
     ... Und mein größter Umzug war 100 Meter weiter!
     ... Und ich liebe liebe liebe meine Wohnung!"
... "Habe ich genug Kraft um für die Liebe zu kämpfen?" 
     (siehe "Hey" von Andreas Bourani
... "Bin ich bereit, immer und immer wieder Zeit zu geben?"
... "Kann ich endlich auf mein Herz hören und den Kopf beiseite schieben?"
... "Bin ich bereit für einen Neustart?" (siehe Joris)
... "Kann ich auch gemeinsam schweigen?"
... "Ja, aber ..."

werden weggeschoben. Die dürfen ab jetzt vorbei ziehen. Da schießt mir das Bild von einem Vogel, der sie mitnimmt und mit ihnen davon fliegt, in den Kopf. Und ich hab vor allem gar keinen Bock mehr, mich in irgendwas irgendwen reinzusteigern. Zumindest hab ich mir das jetzt mal vorgenommen. Und das is ja schon ein erster Schritt. Das alles zu sehen.


"Die Liebe ist nichts für Feiglinge!" (Aus "Der Schlussmacher")



Was ich eigentlich sagen will ;-)

Ich will unvergessliche Momente sammeln und sie jederzeit wieder aus meiner Erinnerung und meinem Gedächtnis hervor rufen können. Mich an ihnen festhalten, genießen und dabei wertgeschätzt werden. Angst- und sorgenfrei leben.




Es geht doch vor allem darum, voller Vertrauen in die Zukunft blicken zu können. Eben keine Angst zu haben. Lieber im Jetzt zu leben, als sich zu überlegen, was 2020 (das nehme ich in letzter Zeit gerne exemplarisch, denn da bin ich dann eine ausgebildete Yogaleherin) sein könnte.

Ich will das tun, was sich JETZT richtig anfühlt!


Ich will JETZT fühlen und genießen.
Ich will angstfrei in die Zukunft blicken.
Ich will Erwartungen los lassen.
Ich will jeden Moment genießen.

Ich will gesammelte Momente unvergesslich werden lassen.
Ich will wie ein festverwurzelter Baum im Leben stehen.
Ich will lachen, leuchten und strahlen - egal was um mich herum passiert.
Ich will vertrauen. Mir und anderen Menschen.  
Alles wird gut.

(Und weil i scho a bisserl was dazu gelernt habe, wird das hier glei neu formuliert. Nämlich so, als wär es scho jetzt alles passiert. Das geht auf diese Weise:)

  • Ich fühle und genieße JETZT.
  • Ich blicke angstfrei in die Zukunft.
  • Ich lasse Erwartungen los.
  • Ich genieße jeden Moment.
  • Ich lasse gesammelte Momente unvergesslich werden.
  • Ich stehe wie ein festverwurzelter Baum im Leben.
  • Ich lache, leuchte und strahle - egal was um mich herum passiert.
  • Ich vertrauen. Mir und anderen Menschen.  
  • Alles ist gut. 

Wisst ihr...

... ich will später nie bereuen, was ich nicht getan hab.

 

<<Wer aufhört, Erwartungen zu haben, wird seine Angst vor der Welt verlieren, und ihm wird sich eine angstfreie Welt präsentieren.>>(Bhagavadgita 12.15)

(Aus "Wünsche dir alles, erwarte nichts und werde reich beschenkt - Indische Philisophie für ein erfülltes Leben" von R. Sriram)

Die musikalische Begleitung dazu (neben der vier oben erwähnten Lieder)...
Da es mich an unsere J. und ihren J. erinnert und halt scho gscheid schee is:




Loving can heal, loving can mend your soul
And it's the only thing that I know, know
I swear it will get easier
Remember that with every piece of you
And it's the only thing we take with us when we die
We keep this love in this photograph
We made these memories for ourselves
Where our eyes are never closing
hearts are never broken
And time's forever frozen still
So you can keep me
Inside the pocket of your ripped jeans
Holding me closer 'til our eyes meet
(Ed Sheeran - Photograph)

Sonnengrüße voller angstfreiem Vertrauen, von meinem Herz in eure Herzen,
Claudi

Kommentare:

  1. Ach, du sprichst mir aus der Seele :)
    Ich versuche seit Dezember so zu leben und endlich wieder jeden Moment zu genießen (es klappt natürlich nicht immer...). Aber bisher habe ich daraus gelernt, dass Arbeit nicht alles ist und direkt mal eine Teilzeitstelle angenommen. Ich habe seit Jahren den Alltag nicht mehr so genossen :)

    Liebst
    Kathi
    My-Happiness.de

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    1. Guten Morgen liebe Kathi,

      wir bewegen uns einfach in kleinen Schritten... So sind wir auch unterWEGs :-)

      Sonnengrüße und ein wundertolles Wochenende,
      Claudi

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  2. <3 <3 <3 !!! Mehr kann ich nicht sagen ;) Wunderschöne geschrieben!

    Lieben Gruß, Steffi

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    1. Dankeschön liebe Steffi und auch die ein wundertolles Wochenende
      <3 und Sonnengrüße,
      Claudi

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