Dienstag, 16. Januar 2018

Ein Buch stellt meine kleine Welt auf den Kopf

Namaste liebste T.,

ich habe durchgeweint. Die letzten 20 (oder 30?) Seiten ist es nur noch aus mir raus geflossen. Das Quellwasser. Ein Schleier vor den Augen. Nicht fähig ein Taschentuch zu zücken. Vor lauter Lesenslust.

Du hattest ja so recht: "Das Orangenmädchen" von Josten Gaarder ist "mein" Buch. Ich hab noch keine Geschichte gelesen, die mich so sehr berührt hat.


Wie alle Bücher kam es genau zum richtigen Moment. Wie alles, kam es genau zum richtigen Moment. Ich verstehe nun so viel mehr von all dem, was du mir seit knapp einem Jahr versucht hast zu erklären.

Wer braucht schon Listen wenn es Vertrauen und Hoffnung gibt???


Erlaube mir die Zitate, die mich am meisten berührt haben, hier mit allen die drüber stolpern zu teilen. Ich weiß, dass sie auch dir sehr nahe gehen. Aber es gibt Weisheiten, die sind nicht dafür da, dass man sie für sich selbst behält.















Danke für dich, danke für uns, danke für unsere Zeit, danke für deine Bücher.

Meine Antwort ist übrigens JA! Ein ganz lautes und kräftiges JA!

Und deine?


Sonnengrüße von Herzen, voller Liebe, Dankbarkeit, Freude, Glückseligkeit, Hoffnung und Vertrauen.

Deine Claudi

P.S.: Mein Lied zum Buch - die Hintergründe erzähle ich dir gerne persönlich beim Wiedersehen.


Sonntag, 14. Januar 2018

Das 22. Ausbildungswochenende - prāṇāyāma one more time

Namaste ihr Lieben,

ich durfte das dritte (und somit letzte) Ausbildungswochenende zum Thema prāṇāyāma erleben.

Erleben - erfahren - erüben - erstaunen - erwundern - erarbeiten - ertanzen - erträumen ... WOW! Ich bin dermaßen hin und weg!!! Im wahrsten Sinne des Wortes.


Werde mich jetzt erst mal sammeln und die Unterlagen durchgehen und dann weiterschreiben. Das was da passiert ist - Visionen inklusive - will erst mal sacken.

Hier und hier und hier habe ich bereits über prāṇāyāma geschrieben gehabt.

Das Wochenende begann am Freitagvormittag mit dieser Instagram-Mitteilung meiner Yogalehrerin Stephanie Schönberger.


Das ist die große Freiheit, die wir, sofern wir bei halbwegs klarem Verstand sind, haben: Wir können uns jeden Tag, jeden Augenblick entscheiden, neue Wege zu gehen, anders zu denken und zu handeln, den Blickwinkel zu verändern. Manchmal ist es ganz einfach, manchmal kostet es Überwindung, manchmal ist das alte Muster so mächtig in jeder Zelle des Körpers spürbar, dass man denkt, das geht nie. Es geht doch. Wir brauchen dazu Mut und Vertrauen, sraddha, die Bereitschaft und den Willen, etwas zu verändern, abhyasa, und die absolute Hingabe an das höchste Bewusstsein, das durch uns zum Wohl aller Wirken soll. Dann passieren Wunder, dann kommt die Magie. Dann kommen die Zeichen und Hinweise, dass wir getragen werden und auf dem Weg nicht alleine sind. Dann kommen die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt, manchmal sind es nur flüchtige Begegnungen. Daraus erwächst die Kraft, weiterzugehen, hin zu dem Leben und Dasein, in dem wir uns wohl und frei fühlen. Welchen Schritt unternimmst du heute? #veränderung #karma #waswirtunhateinewirkung #jackkornfield #mut #leben #yoga #vertrauen #faith #changeisgood #freiheit #freedom #🌟
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Was für ein Einstieg! Auf den Punkt!

So, nun ist eine Stunde vergangen und ich bin etwas (!) besser sortiert. Seit dem wir gestern Nachmittag bhastrikā geübt haben, schwappe ich vor Energie über. Wohin nur damit?!?!?

Jedenfalls habe ich nun alle Sanskrit-Wörter vom Wochenende in mein Open Office Dokument reingeklopft. Wir bekommen nämlich noch heuer die Prüfungsfragen zugeschickt und da kommt es dann sehr wohl auf die richtigen Punkte und Striche an. Ich sammle daher schon seit letztem Jahr (merkt ihr daran, dass hier plötzlich prāṇāyāma und nicht pranayama stand) Vokabeln.

Ich schweife ab. Nein, Moment, ich muss erst noch mein Bettzeug aus der Waschmaschine nehmen. Hatte gestern Abend, nach dem Seminar, nämlich plötzlich das Bedürfnis mein Bett neu zu beziehne (?). Bin gleich wieder da und dann geht es endlich los!

Nachdem wir uns an den ersten beiden prāṇāyāma-Wochenenden mit der Reinigung und Integration beschäftigt haben, ging es dieses Mal um die Transformation.


Wir haben uns anhand von kapālabhātī mit einem kriyā beschäftigt. bhastrikā hingegen ist ein prāṇāyāma, da es in Kombination mit chandrabhedana und sūryabhedana oder mit nāḍiśodhana geübt wird.

Immer wieder wurden wir daran erinnert, dass Atem und citta eins sind. Dann wurden noch mudrās und die drei bandhas angesprochen.

  • jālandharabandha
  • uḍḍīyānabandha
  • mūlabandha

Gekrönt wurde das mit einer kurzen Info über die drei nāḍis:

  • īda
  • pingāla
  • suṣumna

Und jetzt das Beste:

Das alles ist nur die Theorie!!!



Was bei mir jedoch vor allem hängen bleibt, ist die praktische Erfahrung dazu. Und ich teile viel mit euch, aber das nicht. Es war Magie pur!!!


Einmal mehr fühle ich mich so dankbar und glücklich in Bezug auf meine Entscheidung in dieser Schule eine vierjährige Ausbildung zur Yogalehrerin BDY/EYU zu machen. Und gerade heute habe ich das Gefühl: Die ist erst der Anfang!



Gestern habe ich mich dann zum "Abschalten" noch in einen Film und ein Buch vertieft. Wer "Rendevous mit Joe Black" kennt, der versteht, warum mich dieses Lied am Wochenende gestern und heute begleitet hat:




Abschließen möchte ich diesen Blogeintrag mit einem Zitat meiner Ausbilderin Karin Kapros:

<< Die Freiheit in sich selbst finden, ist das größte Geschenk.>>


Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

Donnerstag, 11. Januar 2018

Taucher

Namaste ihr Lieben,

im Newsletter der wundertollen Monika Fell-Hagen ist mir das Folgende begegnet und mag mit euch geteilt werden:


Lerne, zuerst deinen Geist zu beruhigen und deinen Körper zu entspannen; dann steige in dich selbst hinab wie ein Taucher. Fürchte dich nicht, die Fülle und die völlige Leere kennenzulernen. Du hast nur ein einziges Leben, aber dieses ist unendlich. Mit der Meditation trittst du in das ein, was weder teilbar noch trennbar ist.


(Drukpa Rinpoche)


Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

Mittwoch, 10. Januar 2018

īśvarapraṇidhāna - oder: "Ja! Ok! Ich befreie mich von meinen Erwartungen und vertraue endlich!!!"

Namaste ihr Lieben,

gestern habe ich gewünscht. Ja. Ich habe einen Wunsch formuliert. Ich hab mich dafür verantwortlich erklärt und ich zeige meine Ernsthaftigkeit. Jetzt sind vertrauen und loslassen dran. So hab ich es in seinem Wünsche-Buch von meinem Lehrer Sriram gelernt.

Und heute weißt mich meine Freundin und Yogalehrerin Adriana sehr liebvoll auf īśvarapraṇidhāna hin.

ISHVA WAS?!??

Schau gerne in diese Links rein:

https://yogaworld.de/tiefer-eintauchen-mit-yoga-sutra/
https://wiki.yoga-vidya.de/Ishvara_Pranidhana
https://www.happymindmagazine.de/ishvara-pranidhana/

Ich hab nämlich im ersten Schritt gegoogelt.

Dann das Yogasutra, in der Übersetzung und Erklärung von Sriram gezückt.

Dort steht geschrieben:

YS 2.1:
"Einheit äußert sich, wenn mit uneingeschränktem Einsatz gehandelt wird, unter Berücksichtigung individueller Fähigkeiten und Grenzen, ohne dabei den Eigenwillen überzubewerten." (Sriram)

YS 2.32:
"Nicht unrein werden, sich stes zufrieden zeigen, diszipliniert sein, an der eigenen geistigen Entwicklung interssiert bleiben und hingabefähig sein  - das sind die fünf wichtigen Verhaltensregeln gegenüber sich selbst." (Sriram)

YS 2.45:
"Die tiefsten Erkenntnisse im Leben entsammen der Fähigkeit zur Hingabe." (Sriram)

īśvarapraṇidhāna selbst übersetzt Sriram mit "Hingabe, Ehrfurcht" bzw. "hingebungsvolles Handeln, ohne die Ergebnnisse in den Vordergrund zu stellen / Hingabe an īśvara". Oder als "Gotteshingabe", wenn es als īśvarapraṇidhāna bhakti im YS 2.45 erwähnt wird.


Und anschließend noch "mein" Karma-Buch von Stephanie Schönberger aus dem Regal geholt. Stepahnie spricht von der "Hingabe an ein höheres Prinzip". Na das klingt doch gleich mal umsetzbarer.

Mit diesem dritten Schritt hat es mich dann endgültig gepackt, die Sache mit der Hingabe. Und so bin ich in meinen eigenen Notizen, vom 11. Ausbildungswochenende (14.-16.10.2016) gelandet.

Schaut mal hier:





Ist irgendwie sehr putzig, dass nun 15 Monate später zu lesen. Und jetzt erst so richtig zu verstehen/ zu erfahren.

Zumindest habe ich nun für jetzt das Gefühl, es verstanden zu haben, dieses īśvarapraṇidhāna.
Und ihr seid mal live dabei gewesen, wie ich mir so ein Thema "erarbeite". Das fühlt sich aber viel mehr nach tanzen auf dem Spielplatz an - mit "Arbeit" hat das für mich nichts zu tun.

Ich werde mir jetzt mal sehr hingebungsvoll ein Mittagessen kochen. Und mir überlegen, wie ich mich meinem Herzenswunsch, voller Ehrfurcht und Vertrauen, befreit von jeglichen Erwartungen "einfach so" hingeben kann.


Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

Warum ich so viel über Musik schreibe

Namaste ihr Lieben,

mir ist danach zu erklären, warum ich so viel über Musik schreibe.

Wisst ihr - ich wollte ja die Musikliebhaberin in mir unterdrücken. Ich dachte allen Ernstes, ich werde nun ernsthafte Yogalehrerin und das passt nicht mehr in mein Leben.

A so a Schmarrn!!!

Konzerte sind DIE Balance für mein Ernährung & Yoga - Dasein. 


Musik, singen, tanzen, lachen, weinen bringt mich von 0 auf 100 Weg von all den Dingen die mich ja eh Tag für Tag, im Endeffekt 24/7 begleiten.

Auf Konzerten ist auch Yoga. Yoga ist eh überall wo ich bin. Aber ich bin dann mal nicht die Lehrerin, die Schülerin. Sondern ich. Die Claudi. Deren Herz für Musiker und ihre Instrumente, für ihren Mut und ihr Können schlägt. Vor allem dann, wenn sie eine Gitarre haben oder hinter dem Schlagzeug sitzen, tätowiert sind und/ oder Wuschelhaare haben :-)

Eine weitere Form des gedanklichen Abschaltens sind übrigens Fußballspiele des FC Bayern. Und somit ein Teil meines diesjährigen Visionsbretts, in Form eines Besuchs der AA :-)

Um auf die Überschrift zurück zu kommen:

Musik ist Yoga - für mich. Sie und Konzerte werden ein wichtiger Teil meines Lebens bleiben. Und daher auch hier weiterhin munter geteilt und verbreitet. Applaus Applaus mein Herz geht auf.


Danke für euch und Sonnengrüße von Herzen,
Claudi

Dienstag, 9. Januar 2018

Heimatsound 2017

Namaste ihr Lieben,

ich hab doch am Sonntag noch vorerzählt, dass ich zu Pam Pam Ida darf.

Jetzt häng ich grad diesem wunderwunderwundertollen Konzert nach. Denke an gebügelte Unterhosn, verstorbene Blasinstrumenthersteller, Schmusn, Gockln, s Lem und den Schultertanz.

Warum? Weil ich zum Glück über den "Heimatsound 2017" mit Pam Pam Ida in der BR Mediathek gestolpert bin. 


Wer kann und mag: Die Herren sind übrigens am 20.01.2018 in der Glockenbachwerkstadt und dann am 09.07.2018 auf dem Tollwood. Uneingeschränkt empfehlenswert!!! Für einen Abend an dem man einfach mal im JETZT sein kann und wirklich ALLES um sich herum vergisst. Im Endeffekt wie ein Tag im Europapark oder Disneyland :-)

Sonnengrüße von Herzen,
Claudi


Sch* auf Freunde bleiben

Namaste ihr Lieben,

wisst ihr - manchmal müssen Dinge und Themen einfach raus. Es gibt halt Männer die gehen mit (zauberhaften) Frauen etwas ... seltsam ... ??? ... um.

Dazu gibt es dann Freundinnen, die passende Songtexte parat haben.
Diese Rolle durfte ich grad mal übernehmen.

Und weil ich selbst das Thema mit dem "Freunde bleiben" (oder besser gesagt "sein"/ "werden") letzten Sommer erlebt habe, will ich euch das nicht vorenthalten :-)





Ich finde ja, dass Yogalehrerinnen auch mal ganz laut Sch*** sagen/ singen/ schreien dürfen und sollten!!!

DANCE IT OUT hilft eh IMMER ;-)

Sonnengrüße von Herzen,
Claudi